“Video viral” – eine Videoproduktion ohne Distributionskosten

Gesendet amMrz 18, 2010
virales Video

Ein "Video viral" muss witzig und originell sein, damit es auch im Internet Verbreitung findet. Als Verbreitungsmedium finden oftmals sogenannte "Video sharing" Portale Verwendung. (Foto: ©iStockphoto.com/Color and CopySpace™)

Werbung heißt Aufmerksamkeit – und so entstehen im Internet immer neue Formen der Aufmerksamkeit. Diesmal geht es nicht um die Werbung mit den sieben Todsünden, wie Hochmut, Neid, Zorn, Trägheit, Habgier, Völlerei und Wollust – sondern um das „Video viral“.

Dabei ist virales Marketing oder auch Virusmarketing schon einige Jahre alt. Bekannte Form des Viralmarketings ist das 1999 zum Gratis-Download angebotene Moorhunspiel, dass von der damaligen Firma Phenomedia AG für Johnnie Walker entwickelt wurde. Viralmarketing setzt auf soziale Netzwerke. Innerhalb dieser Netzwerke verbreitet sich die Information eines Produkts oder Dienstleistung innerhalb kürzester Zeit, ähnlich der Verbreitung eines biologischen Viruses. Sie werden es ahnen – beim “video viral” ist das Verbreitungsmedium ein Video und die sozialen Netzwerke befinden sich virtuell im Internet, in Form von Foren, Online-Portalen sowie “Social Media” und “Social Networking Sites”.

Videoproduktion ohne Distributionskosten

Zwar ist eine genaue Kontrolle der Verbreitung eines „video viral“ nicht einfach möglich, jedoch scheint der Erfolg, gemessen am minimalen finanziellen Aufwand, enorm groß. Kosten für die Verbreitung des Mediums fallen jedenfalls nicht an. Verbreitung findet ein Video, weil es die Zuschauer schick, hip oder einfach cool finden – die technische Qualität oder gar HD ist hier weniger wichtig. Technisch wird die Verbreitung eines Videos insbesondere durch die zahlreichen Videoplattformen oder “video-sharing” Portalen protegiert, da Videodaten bekanntlich groß sind und sich nicht immer einfach per Email verschicken lassen. Videoportale erlauben einfach den Versand von URLs bzw. “Snippets”. “Snippets” bestehen aus wenigen Zeilen html-Code und erlauben das Einbinden eines Videos in jedes noch so kleine Portal. Die Verbreitung eines “Video viral” wird auch als “seeding” bezeichnet. Die Seedingstrategie ist hierbei sehr wichtig für den Erfolg mit einem “Video viral”. Ja, es gibt auch schon spezielle Seeding-Agenturen, die sich mit der Verbreitung viraler Inhalte im Web beschäftigen.

“Video viral” für die kurzfristige hohe Aufmerksamkeit

Den Erfolg eines “Video viral” liegt im Konzept, denn Sie müssen die Zuschauer motivieren, das Video weiterzuleiten. Sie müssen also wissen, was für Ihre Zielgruppe hip, slick oder cool ist und im Internet sollte sie auch aktiv sein. Bevor Sie eine Videoproduktion für ein “Video viral” in Auftrag geben bedenken Sie auch, dass witzige und pfiffige Videos im Internet ganz schnell wieder vergessen sind. Für eine langfristige Imagepflege ist ein “Video viral” deshalb nicht gedacht. Der Vorteil eines “Video viral“ liegt in der kurzfristigen hohen Aufmerksamkeit, wie sie zum Beispiel bei einer Produkteinführung benötigt wird.

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